Salvador DalÃ
Salvador Dalà Biographie - surrealistischer Maler, Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner und Schauspieler.
Salvador Felipe Jacinto DalÃ, Marqués de Pubol (* 11. Mai 1904 in Figueres, Katalonien (Spanien); †23. Januar 1989 in Figueres) war ein surrealistischer Maler, Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner und Schauspieler. Bis zur Geburt seiner Schwester Ana MarÃa war Salvador das einzige Kind der Familie. Das bürgerliche Umfeld und die väterliche Erziehung weckten in Salvador ein starkes Sicherheitsbedürfnis und einen ausgeprägten Sinn für Ordnung, was für sein späteres Leben bestimmend sein sollte. Von 1914 bis 1918 wurde er in der Akademie der Brüder vom Maristenorden in Figueres unterrichtet, wo er seiner Persönlichkeit durch sein äußeres Erscheinungsbild Ausdruck zu verleihen suchte.
Salvador Dalà - erste Ausstellung
Nach einer erfolgreichen Ausstellung im Jahre 1921 in seinem Heimatort schickte sein Vater ihn zum Studium an das „Institut San Fernando“ für Malerei, Bildhauerei und Zeichenkunst in Madrid, die er mit Unterbrechungen bis zu seiner endgültigen Verweisung im Jahr 1925 besuchte.
Salvador Dalà in Madrid
In Madrid entdeckte Dalà eine völlig neue Lebensart, die er mit Verzückung annahm, begegnete Luis Bunuel, Federico GarcÃa Lorca und Pedro Garfias und bekannte er sich 1922 zu den Lehren der „Metaphysischen Schule“ der Malerei, die von Giorgio de Chirico und Carlo Carra geführt wurde. Nach einem ersten einjährigen Ausschluss aus der Akademie wurde er 1924 zu Unrecht als Anführer von Unruhen in Katalonien angeklagt und verurteilt, ein zweites Mal vorübergehend von der Akademie verwiesen und später sogar mit Gefängnis bestraft. 1925 an die Akademie zurückgekehrt, widmete er sich den Schriften des Psychoanalytikers Sigmund Freud.
Salvador Dalà in Paris mit Picasso
Nach einer ersten, von lokalen Kunstkritikern positiv bewerteten Einzelausstellung 1925 in der „Galerie Dalmau“ in Bacelona reiste Dalà 1928 das zweite mal nach Paris, um Picasso zu besuchen, dessen Einfluss sich in DalÃs zweiter Einzelausstellung bemerkbar macht, die vom Kubismus inspirierte Werke enthielt. In Paris arbeitete er zusammen mit Luis Bunuel am Drehbuch des Films „Un chien andalou“, schloss sich der Gruppe der Surrealisten an und traf auf André Breton, René Magritte, Paul Éluard und dessen Frau, der russischen Immigrantin Helena, genannt Gala, in die Dalà sich unsterblich verliebte. Gala gab den Umwerbungen des zehn Jahre jüngeren DalÃs nach und wurde seine Lebensgefährtin. Sie heirateten nach der Scheidung Galas von Éluard im Jahr 1934, die kirchliche Trauung mit Dalà wurde jedoch erst 1958, sechs Jahre nach Éluards Tod, vollzogen. Dalà und Gala lebten 1936 zeitweise in London bei Edward James, einem Sammler und Förderer DalÃs, wo Dalà die Holztafel Der anthropomorphe Kabinettschrank, malte. Das kleinformatige Werk zeigt eine Frau den ganzen Bildraum ausfüllend. Im Hintergrund sieht man eine Straßenszene, eine hell erleuchtete Häuserzeile mit Menschen. Sechs Schubladen sind aus dem aufgerichteten Oberkörper der Frau herausgezogen. Aus der mittleren Schublade fällt ein Tuch heraus. „Die Schublade enthält das Geheimnis, das nur die Psychoanalyse zu enträtseln vermag, und Dalà bezieht sich mit dieser Vorstellung direkt auf Sigmund Freud, den er bewundernd rezipierte.“[1]
1928 wurden zwei seiner Werke im Carnegie Institute von Pittsburg in Amerika ausgestellt. In London traf er 1938 mit Siegmund Freud zusammen, siedelte 1939 nach Arcachon über und emigrierte im darauffolgenden Jahr nach New York.
Salvador Dalà - Illustrationen
Von 1927 bis 1979 führte Dalà verschiedenen Illustrationen aus, schrieb Bücher und eine 1942 unter dem Titel The secret Life of Salvador Dali in New York veröffentlichte Autobiografie, drehte Filme, malte Bilder und veranstaltete Ausstellungen.
Salvador Dalà - DalÃ-Museum in Figueres
1974 öffnete das DalÃ-Museum in Figueres im Beisein der Künstlerfreunde Ernst Fuchs und Arno Breker, die ein Jahr später gemeinsam mit Dalà die Künstlerfreundschaft „Goldenes Dreieck“ gründeten, anlässlich welcher Dalà feststellte: „Breker-DalÃ-Fuchs. Man kann uns wenden wie man will, wir sind immer oben.“ Im Jahr 1975 hatte Dalà seinem Freund, dem deutschen Bildhauer und Architekten Arno Breker zu seinem 75. Geburtstag eine Hommage gewidmet, worauf Breker den Surrealisten porträtierte. Es entstanden drei Versionen der realistischen Büste, von welcher Dalà selbst sagte: „Breker hat meine Seele eingefangen.“
Salvador Dalà - Krankheit
Ab 1981 litt Dalà an der Parkinson-Krankheit und starkem Tremor. Nach dem schmerzlichen Verlust seiner geliebten Frau Gala (†1982), den er nicht zu überwinden vermochte, lebte er ab 1983 allein und zurückgezogen in seinem Schloss Pubol, wo im Mai des Jahres sein letztes Gemälde „Der Schwalbenschwanz“ entstand. Danach erlaubte sein Gesundheitszustand, insbesondere nachdem er 1984 bei einem Feuer in seinem Schlafzimmer schwere Verbrennungen erlitten hatte, ihm keine größeren Anstrengungen mehr.
Salvador Dalà - 1989
Salvador Dalà starb im Jahr 1989 im Alter von 84 Jahren an Herzversagen. Auf eigenen Wunsch wurde er in der Krypta seines Theater-Museums in Figueres beigesetzt. Als Erben setzte er den spanischen Staat ein.
Sammlung der Reproduktionen der berühmtesten Gemälde von Salvador DalÃ